14. März 2010: „Im Zentrum“-Diskussion über die Zukunft des Landes

Bei der ORF-Diskussion „Im Zentrum“ mit Ingrid Thurnher habe ich mich in hochkarätiger Runde damit auseinander gesetzt, wie sich die momentane budgetäre Situation im Land auf die Österreicherinnen und Österreicher auswirkt.

Mir war es dabei wichtig, in der Diskussion mit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek, GPA-Chef Wolfgang Katzian, IV-Chef Veit Sorger, WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller und der alleinerziehenden Mutter Margit Picher zu betonen, dass es uns darum geht, dass Österreich in Europa vorne bleibt: Denn Österreich steht innerhalb der EU gut da, beispielsweise haben wir hinter den Niederlanden die geringste Arbeitslosigkeit.

Doch Nationalbank-Gouverneur Nowotny hat ein wichtiges Szenario in der Pressestunde erklärt: Während die Krise weltweit überwunden ist, ist sie das in Europa nicht. 2010 wird das weltweite Wachstum laut Nationalbank bei 3,5 Prozent liegen. In der EU wird es aber nur bei 0,8 Prozent sein, Österreich steht mit 1,5 Prozent hier relativ gut da. Das zeigt, wie schwierig die Situation in Europa ist. Wir sind hier im 3. Krisenjahr, während in anderen Regionen der Welt das Jahr 1 nach der Krise angebrochen ist. Um Österreich vorne in Europa zu halten reagieren wir jetzt. Hier müssen alle einen Beitrag leisten.

Der Konsolidierungsweg, den Finanzminister Josef Pröll eingeschlagen hat, sieht so aus, dass 60 Prozent der Konsolidierung – also der Großteil - über Einsparungen bewältigt werden. Aber 40 Prozent müssen über neue Steuern konsolidiert werden. Im ersten Schritt geht es jetzt darum mit allen Ministern und den Ländern Einsparungspotenziale zu erarbeiten.

Die Verwaltungsreform bietet für viele Ministerien und für die Länder eine gute Basis, wo gespart werden kann. Im Rahmen der Verwaltungsreform haben wir eine Reihe von Empfehlungen für Einsparungen erarbeitet. Der Rechnungshof hat in seinem Jahrestätigkeitsbericht 2009 festgehalten, dass allerdings bisher nur die Hälfte von 662 an die Ministerien ergangenen Empfehlungen umgesetzt worden sind. Gemeinsam mit den Ministerien aller Ressorts werden wir über den Sommer ausarbeiten, wo gespart werden kann. Hier wird kein Minister alleine gelassen. Diese Kraftanstrengung können wir nur gemeinsam bewältigen.

Bei der Frage, welche neuen Steuern es geben wird stehen zwei Eckpunkte fest: Erstens soll die Bankensteuer rund 500 Millionen Euro zurück ins Budget bringen. Und es soll zu einer Ökologisierung des Systems kommen, so wie es die OECD aber auch das WIFO in ihren jüngsten Berichten empfohlen haben. Diese Ökologisierung muss natürlich breit angelegt sein und darf nicht nur die Mineralösteuer beinhalten, hier müssen sämtliche fossilen Brennstoffe einbezogen werden. Die Ökologisierung muss neben einem Beitrag für das Budget auch einen Spielraum für die Entlastung des Faktors Arbeit bringen – also "green jobs" fördern.

Bis zum Herbst werden wir alle notwendigen Maßnahmen zusammengestellt haben.

13. März 2010: 9:0 für Bürgermeister Grassl

Er war mit 26 Jahren im Jahr 1986 der jüngste Bürgermeister in Österreich, mittlerweile steht es 9:0 für ihn als Bürgermeister: Hermann Grassl ist nun seit fast 24 Jahren Bürgermeister in Hartl bei Kaindorf. Am Wochnenende feierte er mit zahlreichen Freunden und Wegbegleitern im Gemeindezentrum von Hartl seinen 50. Geburtstag, zu dem ich ihm sehr herzlich gratulierte.

Mit Nationaratsabgeordneten Jochen Pack, Landtagsabgeordneten Franz Riebenbauer sowie Hermann Grassl mit seiner Ehefrau Maria (C) Büro StS

13. März 2010: Historischer Rekord bei gefälschten Produkten in Österreich

2.516 Mal beschlagnahmten Zollbeamte im vergangenen Jahr gefälschte Produkte. Das ist ein Anstieg um beinahe 50 Prozent im Vergleich zu 2008, als die Zahl der Fälle bei 1.712 lag. Damit ist die Produktpiraterie in Österreich auf einem historischen Höchststand.

Durch die hervorragende Arbeit unserer 1.000 Zollbeamten ist es zu dieser riesigen Zahl von Aufgriffen gekommen. Der Grund für die starke Zunahme an Fällen ist jedenfalls auch die Wirtschaftskrise. Hier versuchen Menschen am falschen Platz zu sparen. Denn bei Medikamenten können gefälschte Produkte stark gesundheitsgefährdend sein.

Den größten Anteil an Fälschungen haben Arzneimittel. Hier wurden im vergangenen Jahr 593 Sendungen mit 27.095 Stück beschlagnahmt. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 war es erst eine einzige Sendung mit 55 Stück Arzneimitteln, die von den Zollbehörden sichergestellt wurde. Die „Hitliste“ der gefälschten Arzneimittel wird von Potenzmitteln, Diätpillen und Haarwuchspräperaten angeführt. Die überwiegende Anzahl stammt aus Indien.

Beliebte Artikel bei den Fälschern sind zudem Bekleidung, Accessoires, Schuhe, Uhren, *** sowie Mobiltelefone. Bei technischen Geräten geraten mittlerweile gefälschte Produkte in den Umlauf, von denen die Originale noch nicht einmal auf dem Markt sind.

Insgesamt betrug der Originalwert der sichergestellten Waren im vergangenen Jahr 16 Millionen Euro und liegt damit wieder bei dem Wert von 2007. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 war der Originalwert durch Massensicherstellungen bei Uhren und *** und Bekleidung auf 83 Millionen Euro hochgeschnellt. Der Großteil der gefälschten Produkte stammt aus China (64,08 Prozent der Fälle). Danach folgt Indien als Herkunftsland, 80 Prozent der aufgegriffenen Fälschungen stammen aus dem asiatischen Raum.

Beliebtestes Beförderungsmittel der Produktpiraten ist mittlerweile die Post: 88,97 Prozent der Fälle wurden im vergangenen Jahr mit der Post geschickt – der Grund dafür ist die starke Nutzung des Internet für den Verkauf von Fälschungen. Die Post als Beförderungsart ist auch die Ursache warum die Zahl der gefälschten sichergestellten Artikel von 619.897 im Jahr 2008 auf 416.263 Stück im Jahr 2009 zurückgegangen ist. Denn per Post werden kleinere Mengen befördert, als mit dem LKW.

Zusammengefasst werden alle Details zur Produktpiraterie in Österreich im neuen Produktpiraterie-Bericht 2009, der vom Finanzministerium erstellt wurde.

2516 Mal wurden 2009 gefälschte Produkte beschlagnahmt - ein großer Erfolg für den österreichischen Zoll (C) BMF

12. März 2010: Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens

Das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich bekam ich im Kreise meiner Familie von Bundespräsident Heinz Fischer im Rahmen einer kleinen Feier in den Amtsräumen des Bundespräsidenten verliehen.

Mit BUndespräsident Heinz Fischer bei der Verleihung des Ehrenzeichens (C) Büro StS

11. März 2010: Vielfalt und ihre Talente als entscheidende Standortfaktoren der Zukunft

Diversität ist einer der brennendsten sozialen und organisatorischen Faktoren unserer Zeit, das habe ich bei der Eröffnung der Abendveranstaltung des „World Diversity Leadership Summit - EU“ im Finanzministerium betont.
Die hochkarätig besetzte Konferenz fand heuer zwei Tage lang erstmals in Wien statt. Thema meines Referates war „Vielfalt fördern, Talente nutzen“, habe habe ich die Chancen hervorgestrichen, die Diversität bietet.

Österreich weiß als ehemaliger ‚Vielvölkerstaat’, in dem es bereits sehr tolerante Gesetze hinsichtlich verschiedener Religionsbekenntnisse gab und als Standort zahlreicher internationaler Unternehmen gut mit Diversität umzugehen. Nun geht es darum wieder zu erkennen, dass unterschiedliche Talente mit der entsprechenden Toleranz entscheidende Standortfaktoren der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft in Österreich sind. Das Konzept der Diversität kommt zwar aus dem Bereich der Wirtschaft, wird mittlerweile aber auch in der Politik stärker.

Eine wichtige Zukunftsaufgabe der österreichischen Politik ist es nun, Grundlagen zu schaffen, die Diversität einfacher machen. Und zwar in allen Lebensbereichen. Denn Diversität braucht adäquate Rahmenbedingungen – Lippenbekenntnisse sind hier zu wenig. Wir müssen mehr Aufmerksamkeit auf die positiven Auswirkungen der Diversität in unserer Gesellschaft legen.

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